Und dann winkt sogar der Bundespräsident…

... Ein Rundgang durch Berlin Mitte führte die Gruppe danach über den Checkpoint Charlie zum Reichstagsgebäude am Brandenburger Tor. Auch eine Besichtigung des sowjetischen Ehrenmals und des Holocaust-Mahnmals durfte hier nicht fehlen. Am folgenden Tag tauchten die Laufer Gymnasiasten ein in die Arbeit der Verfassungsorgane auf Bundesebene. Im Bundesrat nahmen die Schüler in einem Planspiel an einer fiktiven Sitzung des Vermittlungsausschusses teil, und versuchten einen Kompromiss mit der Bundesregierung über die Frage „Führerschein ab 16?“ zu erreichen. Hochkonzentriert und aufgeregt wechselte die Gruppe den Schauplatz und betrat im Paul-Löbe-Haus den Deutschen Bundestag. Nach einer Stärkung im Restaurant des Bürogebäudes liefen die Schüler unterirdisch in den Reichstag, wo sie auf der Besuchertribüne des Plenarsaals ausführlich über die Arbeit des Parlaments aufgeklärt wurden. „Dafür gibt es eine gute Note!“, war das häufig zu hörende Lob des Besucherdienstes für die qualifizierten Beiträge der CJT-Delegation, gerichtet an die begleitenden Lehrer Daniela Lebender und Tobias Dollenmaier. Im Anschluss, nach gut 10 Stunden Programm, wechselten die immer noch interessierten Schüler den Schauplatz. In einem nahe gelegenen Besprechungsraum wartete der Abgeordnete Daniel Föst (FDP), um mit den Laufer Schülern über aktuelle Themen und seine Arbeit im Bundestag zu sprechen. Spektakulärer Abschluss dieses intensiven Tages war der Besuch der Reichstagskuppel. Am Tag der Abreise wechselten die Schüler dann in den Bereich der internationalen Politik. Da sich das CJT-Gymnasium um den Titel einer „Botschafterschule für das Europäische Parlament“ beworben hat, hatten die Teilnehmer des Wahlkurses im Herbst Einladungen an alle EU-Botschafter in Berlin geschrieben. Estlands Botschafter Laanemäe hatte daraufhin nicht nur sein Kommen zu der Veranstaltung (24.6.19 am CJT) zugesagt, sondern die Schüler auch zu einem Gedankenaustausch in seine Botschaft eingeladen. Von dort marschierte die Gruppe nach Schloss Bellevue, wo sie den Bundespräsidenten bei der Verrichtung seiner Arbeit beobachten konnte. Vom Zaun vor dem Schloss sahen die Schüler die Verabschiedung eines Staatsgastes, und dann winkte ihnen Dr. Steinmeier sogar tatsächlich kurz zu, bevor er sich auf den nächsten Termin vorbereiten musste. Ein Rundgang über den Bahnhof Friedrichstraße zum Alexanderplatz beendete das intensive Programm in Berlin.
Tobias Dollenmaier