Stil- und stimmungsvoll – eine Abiturfeier der besonderen Art

2020_Abifeier_CJT_3.jpgUnter dem Motto „Die Goldenen 20er – ein Abgang mit Glanz und Stil“ trotzten die Anwesenden dem Grippevirus Covid-19 – natürlich unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln. Durch den Abend führten Annika Böhm und Steffen Pürner, die zunächst allen beteiligten Lehrkräften gerade auch für die Zeit während des Online-Unterrichtens, den vielen Helfern und natürlich den Eltern dankten. Der Anmoderation folgte in einer kurzweiligen Rede der Oberstufenkoordinator Stefan Bibelriether, der sich über nichts wunderte, obwohl dieser Abiturjahrgang einiges an Besonderheiten aufzuweisen hatte wie z.B. einen überproportionalen Anteil an Jungen und 39 Prozent aller Abiturientinnen und Abiturienten mit einer eins vor dem Komma.
Herrn Bibelriether folgte das Grußwort des Schulleiters Herrn Kraus, der das Motto des Abends aufgriff und die Gymnasialjahre der Abiturientinnen und Abiturienten im Gesamtablauf mit den Höhen und Tiefen der ja auch nur in Ansätzen Goldenen 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts verglich.
Weitere Reden von Honoratioren oder Honoratiorinnen gab es nicht. Nachdem klar war, dass die Abiturfeier im Freien stattfinden würde, entschied das CJT, in Anbetracht einer vom Ministerium nur begrenzt erlaubten Anzahl an Menschen, den Eltern der Abiturientinnen und Abiturienten den Vorzug vor weiteren Würdenträgern zu geben, aus Sicht der zu Feiernden eine richtige Entscheidung. So konnten die Eltern diesem besonderen Ereignis beiwohnen. Die eventuell gefühlte Lücke, die durch die Abwesenheit weiterer Reden entstand, füllte bravorös die Abiband, bestehend aus Lidija Soldo, Yasin Üce, Felix Stegmeier und Till Kraus, die sich mehrfach am Abend auszeichnen durfte.
Und dann war es soweit: die feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse. Trotz aller strikten Vorgaben seitens des Ministeriums ließen es sich die Oberstufenkoordinatoren Herr Bibelriether und Herr Körber sowie natürlich Herr Kraus als Schulleiter nicht nehmen, den Schülerinnen und Schülern persönlich die Zeugnisse nebst der obligatorischen Rose zu überreichen. Einzig das sonst übliche Händeschütteln musste dem Protokoll weichen. Auch die Ehrung der Besten des Jahrgangs durch die Neugebauer-Stiftung – stellvertretend durch Herrn Kraus – wurde im Rahmen der Verleihung der Abschlusszeugnisse durchgeführt. Die Ehre gebührte in diesem Jahr zwei Schülerinnen und einem Schüler mit Andrea Thomas als der Führenden, zieht man die Gesamtpunktzahl zu Rate. Alle drei erzielten einen Gesamtdurchschnitt von 1,0, einem in dieser Dichte einmaligem Ergebnis am CJT.

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Den Abschluss des Abends bildete vor dem Dank an die Organisatorinnen Lidija Soldo, Karla Horbelt, Elena Link und Daniela Scharrer sowie an den „Hausfotografen“ Luis Pitterlein und einigen weiteren die jedes Jahr aufs Neue mit Spannung erwartete Rede der Schüler, die sich ungefähr so zusammenfassen ließe: auch wenn manches im Zusammenhang mit der Schule eher als fragwürdig erschien – wie z.B. die Ergebnisse des sog. Gefa-Tests, über den ermittelt wird, welcher Beruf für die SchülerInnen am geeignetsten erscheint (Leuchtreklamehersteller, Fischverkäufer…), hatten alle doch insgesamt viel Spaß gehabt und v.a. auch Freunde fürs Leben gefunden. Vorgetragen wurde die Rede von Daniel Dinkel und Leon Drieschner, verfasst wurde sie von Romy Weller, der an dieser Stelle ein besonderer Dank gebührt: sie war wirklich gut und witzig formuliert.
Und so endete nach zwei Stunden eine Zeremonie, die trotz aller Kürze ihrem Anlass mehr als gerecht wurde: der feierlichen Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten des besonderen Jahrgangs 2020.
Matthias Kausch