Hurra, der Schulhund ist da...

...Diese Erkenntnisse konnten am CJT bereits seit einiger Zeit beobachtet werden, wenn Flocke, eine Zwergpudeldame, die ihr Herrchen nach Absprache mit der Schulleitung gelegentlich zur Schule begleitete, wegen ihrer Anwesenheit in den Schulgängen zu „Verstopfungen“ führte, da Schülerinnen und Schüler sofort und unmittelbar sehr positiv auf sie reagierten und sie streicheln wollten, ja sich ganze Klassen eine Unterrichtsstunde mit ihr erhofften und diejenigen, die sie im Unterricht erleben durften, wesentlich entspannter mitarbeiteten.
Diese positiven Erfahrungen führten schon im vergangenen Schuljahr dazu, dass der OGS für die Nachmittagsbetreuung ein Schulhund an die Seite gestellt wurde. Dieses Modell soll nun auf die ganze Schule übertragen werden. Hierfür durchliefen Flocke und ihr Besitzer, Herr Dr. Kausch, eine Reihe von Ausbildungsseminaren (inklusive eines Wesenstests), sodass sich Flocke inzwischen Schul- und Therapiehund nennen darf und als Schulbesuchshund ebenso wie als Lesehund eingesetzt werden kann.

Wo kann ein Schulhund konkret verwendet werden?
Hier gibt es eine ganze Bandbreite von Möglichkeiten. Der Hund kann als sozialer Katalysator im Unterricht lediglich anwesend sein. Er kann Aufgaben übernehmen als Motivator, indem z.B. eine Beschäftigung mit ihm als Belohnung in Aussicht gestellt wird. Ein Einsatz ist vorstellbar als „Tröstehund“ für eine kleine Auszeit in belastenden Situationen, oder in der Lese-, Schreibförderung und der Sprecherziehung (im Klassenverband oder in einer „Einzelsitzung“). Eine thematische Beschäftigung mit dem Hund ist im Biologie- wie auch im Sprachen-  und Religions/Ethikunterricht (z. B.Tierschutz / Tierethik) lehrplankonform umsetzbar, was sicher auch für andere Schulfächer gilt. Trotz der vielen Einsatzmöglichkeiten ist nicht geplant, Flocke jeden Tag in der Schule dabei zu haben, sondern nur an einigen wenigen – auch wenn das Schülerwohl sehr hoch anzusetzen ist, bleibt das Hundewohl oberste Priorität und eine Überlastung und Überbeanspruchung wäre mehr als kontraproduktiv.

Wer genau ist eigentlich Flocke?
Wie oben bereits kurz erwähnt ist Flocke eine Zwergpudeldame, die seit Welpentagen und damit etwas mehr als vier einhalb Jahren bei Familie Kausch wohnt. Sie hat ein überaus freundliches Wesen (will jeden und jede gleich schwanzwedelnd begrüßen) und ein extrem sonniges Gemüt. Aggressives Verhalten hat sie noch nie an den Tag gelegt und Ansätze zum Bellen zeigt sie nur im eigenen Garten (Revieranspruch). Sie wird auf Grund ihrer Charaktereigenschaften selbst von anderen Hundebesitzern als ausgesprochen süß und angenehm empfunden. Da sie ein Pudel ist, gilt sie auch bei Hundeallergikern als nicht Allergie auslösend (was sich bisher auch so bestätigt hat). Dennoch wurde und wird dies auch zukünftig bei den Schülerinnen und Schülern stets aufs Neue abgefragt. Flocke wird regelmäßig geimpft, entwurmt und gegen Zecken und Co behandelt. Vor ihrer Ausbildung zum Schulhund durchlief sie eine Vielzahl von Kursen in der Hundeschule. 
Matthias Kausch