Beethoven und die Beatles beim Frühlingskonzert

20 Schülerinnen und Schüler von der 5. Klasse bis zur Q11 boten im voll besetzten Musiksaal des Laufer Christoph-Jakob-Treu Gymnasiums mit viel Einsatz, großem Ernst und viel Freude am Musizieren ein sehr unterhaltsames Konzert, organisiert und geleitet von Caren Forster.
Neben dem Schulorchester präsentierten auch ambitionierte Solistinnen und Solisten, teils als Duos und Trios, die wiederum aus dem Orchester entstanden sind, ein sehr abwechslungsreiches Programm.
Schon im Beatles-Block zu Beginn zeigten die jungen Musikerinnen und Musiker des Schulorchesters einen geschlossenen, weichen Orchesterklang, dominiert von den Streichern, die durch einige engagierte Mütter noch verstärkt wurden. Den Evergreens folgte Filmmusik aus dem „Rosaroten Panther“ und „Forrest Gump“, atmosphärisch besonders schön eingefangen die zarte Stimmung beim „Feather Theme“.
Dass die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten aber nicht nur im Ensemble und mit Pop-Musik bestehen können, bewies Ronan Vizethum aus der 7. Klasse mit zwei Solostücken an der Gitarre: Souverän meisterte er das „Andantino“ Ferdinando Carullis und das „Allegro“ Mauro Giulianis. Beide italienischen Komponisten und Virtuosen wirkten am Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts. Daran anschließend machte auch das Orchester noch einen kleinen aber feinen Ausflug in die klassische Musik, in die große Welt Beethovens, mit dem ausdrucksstark interpretierten „Allegretto“ aus dessen 7. Symphonie.

Beeindruckende Talente

Weitere Glanzpunkte im interessant zusammengestellten Programm waren mehrere Duo- und Triovarianten, die zeigten, dass der musikalische Nachwuchs noch einiges erwarten lässt. Zwei Vertreterinnen durften sich dabei über besonders großen Applaus freuen: Cellistin Karoline Hutfleß, die, am Klavier begleitet von ihrer Mutter, bei Tschaikowskys „Chanson triste“ wunderbar elegische Töne zauberte und Celina Körner, die gleich mit zwei Talenten aufhorchen ließ. Zunächst an der Trompete mit dem nahezu professionell präsentierten „Capriccioso“ von Paul Jeanjean und dann als Sängerin zweier zeitgenössischer Songs von Alex Clare und Ed Sheeran an der Seite des feinen Gitarristen Moritz Kiel: Die junge Frau hat wahrlich den Blues in der Stimme! Und das alles rein akustisch, ohne technische Tricks. Beeindruckend.
Den Abschluss machte dann das gesamte Orchester, das seine große Spannweite mit dem berühmten Tango „Libertango“ von Piazzolla unterstrich, mit „Oseh Shalom“, gespielt mit der nötigen Portion Wehmut, und „African Bell Carol“, das rhythmisch-flott interpretiert wurde.
Die Konzertbesucherinnen und -besucher bedankten sich mit herzlichem Applaus und bekamen die gleiche Nummer noch einmal geboten – noch flotter dieses Mal, denn das konnten die jungen Musikerinnen und Musiker nämlich auch.                                                                                                                                                                                                                                                                                    Erich W. Spieß