Polenaustausch 2022

Freitag, 16.09.22: Danke Polen, dass die Mauer weg ist
Halbwegs ausgeschlafen ging es Richtung Schule, wo wir von den polnischen Lehrern begrüßt wurden. Während es für unsere Austauschpartner in den Unterricht ging, machten wir uns auf Richtung Danzig, wo es uns zunächst ins Solidarność Museum zog. Dort erfuhren wir, dass Polen maßgeblich für den Mauerfall verantwortlich war.
Danach ging es nach Sopot zum Pizza essen, bevor wir das erste Mal Meerluft schnuppern konnten. Am Abend kehrten wir nach Rumia zurück und starteten ins Wochenende mit unseren Gastfamilien.

Montag, 19.09.22: Kaltes Wasser stärkt dein Immunsystem
Nach einem kurzen Abstecher in den polnischen Unterricht machten wir uns auf in die Stadt Leba. Der ausgiebige Regenschauer verzog sich schnell, dank dem Strahlen der ganzen Gruppe. Gemeinsam machten wir uns daran, die schnellste Wanderdüne Europas zu besteigen. Nach getaner Arbeit folgte eine alte und alljährliche Tradition: das Baden in der Ostsee. Auch dieses Jahr trauten sich viele bei eisigen 13 Grad Außentemperatur ins „warme“ Wasser zu springen. Stolz über den eigenen Mut und glücklich über den gelungenen Ausflug ging es mit Melex-Autos zurück zum Bus, wo wir uns mit Waffeln stärkten. Wieder in Rumia angekommen, ließen wir den Tag bei einer Runde Bowling ausklingen.

Dienstag, 20.09.22: Bleiben Sie dran
Nach einer Stunde Zugfahrt erreichten wir unser heutiges Ziel, Danzig. Herr Dollenmaier bereitete uns durch einen unglaublich inhaltsreichen und interessanten Vortrag kurz und knapp auf den Besuch des WWII Museums in Danzig vor. So viel Information konnten wir in keinem der von uns besuchten Museen finden. Das WW II Museum legt den Fokus vor allem auf die Zivilbevölkerung Polens.
Mit hungrigem Magen zogen wir in einen Imbiss und bekamen dort typisch polnisches Essen.
Solltet ihr das Glück haben, beim Polenaustausch dabei zu sein und eine Stadtführung in Danzig zu machen, merkt euch drei wichtige Dinge:

  1. Literaturpreis: Günter Grass
  2. Danzig war eine Hansestadt
  3. Das Wappen von Danzig ist ein Fisch.

Mit diesem Wissen könnt ihr, so wie wir, bei der anschließenden Führung Eindruck schinden. Die übrige Zeit, bis zur Rückfahrt nach Rumia, nutzen wir eifrig, um Euro in Zloty umzutauschen und Andenken zu kaufen. Schlussendlich ging es mit dem Zug zurück nach Rumia, wo alle (bis auf Herrn Denca und Frau Stöckel) ausstiegen (die beiden sind aus Versehen weitergefahren).

Mittwoch, 21.09.22: Hier kommt der Zerstörer

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Heute Treffpunkt Bahnhof, erstmals zusammen mit unseren Austauschpartnern. Auf dem Plan stand Kanu fahren. Noch im Bus warnte uns Herr Dollenmaier, er würde uns, so wörtlich, „versenken“. Es stellte sich jedoch heraus, dass wir geborene Kanuten sind, und deshalb gelangen dem „Zerstörer“ (so nannte er sich) keine nennenswerten Treffer.
Die 8 km Paddel-Tour, die wir im Zweierteam bewältigten, endete gemütlich am Lagerfeuer mit Würstchen, Cola, Mineralwasser und Brot. Den krönenden Abschluss bildete eine Volleyball Runde, Polen gegen Deutschland, die mit einem Sieg des Deutschen Teams endete.

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Donnerstag, 22.09.22: Alle Mann an Bord
Ein letztes Mal traf sich die Gruppe am Bahnhof Rumia, um noch einmal nach Danzig zu fahren! Auch heute begleiteten uns einige einheimische Schüler. In Danzig angekommen, ging es direkt zum Hafen, wo uns ein echtes Piratenschiff (die Lew) auf die Halbinsel Westerplatte brachte. Vor Ort nahmen wir an einer Führung, anfangs im Regen, später im Sonnenschein, auf deutsch und polnisch, teil. Ehe wir es uns versahen, waren wir schon wieder im Zug Richtung Rumia, wo wir bereits in der Schule erwartet wurden.
Eine offizielle Verabschiedung bei Softdrinks, Lebkuchen und Pizza. Nach ein paar offiziellen Worten seitens der Lehrer sowie den deutschen Schülern Tim und Finn, bekamen wir noch eine wunderbare Gesangseinlage seitens des polnischen Musikchors.
Nach der feierlichen, offiziellen Verabschiedung ging es für alle Austausch-Teilnehmer in den sogenannten „Chill Garden“, indem wir gemeinsam zu aktuellen polnischen und deutschen Hits feierten. (Layla, Atemlos). Auch Herr Denca, Herr Dollenmaier und Frau Stöckel ließen sich von der Stimmung anstecken.  

Freitag, 23.09.22: Alles pünktlich, außer die DB
Tag der Abreise!
Nach einem letzten Gruppenfoto am Bahnhof Rumia machten wir uns schweren Herzens mit dem Zug auf Richtung Deutschland. Für Verpflegung war dank unserer Gastfamilien bestens gesorgt, und ehe wir uns versahen, waren wir auch schon wieder auf deutschem Boden.
Als sei die DB verhext, überraschte uns kurz nach der Grenze ein Stellwerkausfall in Berlin, schnell umgeplant und in die S-Bahn gesprungen, schafften wir es fast pünktlich in die Hauptstadt. Dank Kreativität und Spontaneität kamen wir mit nur 30 Minuten Verspätung zu Hause in Lauf an.
Nun sind wir wieder zurück in der Heimat und wieder im Alltag!
Resümee: Der Polenaustausch ist definitiv eine gute Idee. Die Menschen, die Landschaft, die Städte sind fantastisch. Wir haben jede Minute genossen und würden uns definitiv noch einmal mit Herrn Denca, Frau Stöckel und Herrn Dollenmaier auf die Reise in unser Nachbarland begeben. Vielen Dank für diese wunderbare Gelegenheit!!
Hendrik (10PD) und Elena (10PE) 

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