Spritzmittel

&

Vergiftung

 

 

A)             Schädlingsbekämpfung

 

 

Das Einsetzen von Schädlingsbekämpfungsmitteln ist schädlich für die Umwelt, auch wenn Schädlinge wie Insekten, Spinnen, Schnecken, etc. das Leben von so manchem Hobby-Gärtner nicht gerade leichter machen. In der folgenden Tabelle sind die wichtigsten Schädlingsarten aufgeführt:

 

Schädlingsart

Beispiele

Pilze

Echter und falscher Mehltau, Kräuselkrankheit, Gitterrost, Schorf

Bakterien, Viren

 Feuerbrand

Insekten

Ameisen, Blattläuse, Weiße Fliege, Kohlfliege, Raupen, Motten

Spinnentiere

Spinnmilben, Rote Spinne

Würmer

Drahtwürmer

Schnecken

Ackernacktschnecken

Nager

Mäuse, Wühlmäuse

 Es gibt 3 verschiedene Arten von Schädlingsbekämpfungen:

 

Nützlinge

Wirkung gegen Schädlinge

Möglichkeiten zur Optimierung des Lebensraums der Nützling

Florfliegen

Blattläuse, Raupen, Milben

Aussaat von Wildblumenmischungen,
keine chemische Schädlingsbekämpfung

Schlupfwespe

Blattläuse

Aussaat von Wildblumenmischungen,
Anpflanzen von Hecken

Raubwanzen

Blattläuse, Spinnmilben

Anpflanzen von Hecken,
Überwinterungsmöglichkeiten schaffen (Rindenhaufen, Blätterhaufen)

Marienkäfer

Blattläuse, Spinnmilben

Anpflanzen von Hecken, Sträuchern,
Überwinterungsmöglichkeiten schaffen
(Laub, Steine, Rindenhaufen)

Igel

Insekten, Schnecken, Würmer

Schaffung von Unterschlupf- und Überwinterungsmöglichkeiten

Vögel (z.B. Meisen)

Insekten

Anbringen artgerechter Nistkästen,
Winterfutterplätze,
Vogeltränken

Für die Bekämpfung von Schädlingen stehen drei Methoden zur Verfügung:

·         Technische Schädlingsbekämpfung

·         Biologische Schädlingsbekämpfung

·         Chemische Schädlingsbekämpfung

Die chemischen Schädlingsbekämpfungsmittel können als giftig, gesundheitsschädlich, reizend und umweltgefährlich eingestuft sein. Sie erkennen die Einstufung anhand der aufgebrachten Gefahrensymbole:

Gesundheitsschädlich

reizend

umweltgefährlich

Chemische Substanzen vernichten nicht nur die Schädlinge, sondern haben oft auch radikale Auswirkungen auf die Umwelt.

Beispielhaft sind nachfolgend einige Nachteile von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln aufgeführt:

·         Chemische Mittel zur Bekämpfung der Schädlinge töten nicht nur die Schädlinge, sondern häufig auch Nützlinge (z.B. Bienen.

·         Die Mittel bzw. ihre Abbauprodukte reichern sich in den Pflanzen an und gelangen in die menschliche Nahrungskette.

·         Häufig sind die Chemikalien gesundheitsschädlich und gefährden den Menschen beim Umgang direkt.

 

 

B)              Vergiftung

Stoffe wie Anilin, Kupfersulfat oder Ammoniak sind gefährlich für die Umwelt und den Menschen. Derartige Stoffe dürfen keinesfalls in das Abwassersystem oder in den Naturkreislauf gebracht werden, da sie Ökosysteme und Gewässer stören oder sogar VERNICHTEN!!!

Um dem entgegen zu wirken gibt es Kläranlagen.

 

  

 

Umweltgefährliche Stoffe müssen sachgemäß entsorgt werden

 

 

 

 

 

Gifte in der Umwelt als Folge der Umweltverschmutzung

Der Mensch produziert die meisten ihm schädlichen Gifte selbst. Die Umweltgifte als Folge der Umweltverschmutzung sind besonders wegen ihrer chronischen Wirkung problematisch. Es ist nicht verwunderlich, dass Krebserkrankungen oder Allergien in den letzten Jahrzehnten sprunghaft zugenommen haben. Es folgen zwei Beispiele:

1. Beispiel: Die Verschmutzung der Gewässer durch Schwermetalle 
 
Chemische Fabriken und Betriebe leiten Abwässer in die Flüsse, welche Quecksilber oder Quecksilbersalze enthalten. Das Quecksilber gelangt über die Flüsse in das Meer, Fische nehmen das giftige Schwermetall über die Nahrungskette auf, dadurch gelangt es wieder zum Menschen. Auch in bestimmten Pilzarten ist eine hohe Quecksilberkonzentration nachweisbar. Eine weitere Aufnahmequelle sind Zahn-Amalgamfüllungen, welche eine Quecksilberlegierung enthalten. Eine Gefährdung durch Zahnamalgam ist zwar umstritten, doch es wurde bewiesen, dass Vergiftungssymptome, wie Kopfschmerzen und Müdigkeit bei empfindlichen Personen nach Entfernung der Amalgamfüllungen zurückgingen.
 

Grundwasser und die Fließgewässer in den Wasserkreislauf und in die Nahrungskette des Menschen:
 

 

 

 

 

Viele Batterien enthalten Quecksilber, dies gilt insbesondere für die Quecksilberoxid- Knopfzellen. Eine Knopfzelle kann 500 000 Liter Grundwasser verseuchen! Deshalb gehören verbrauchte Batterien auf keinen Fall auf die Mülldeponie, sondern sie müssen bei einer Batteriesammelstelle abgegeben werden. Jeder einzelne kann durch den Verzicht auf Einmal-Batterien zur Sauberhaltung der Umwelt beitragen. Eine Alternative stellen Akkus dar, welche immer wieder aufgeladen werden können. Andere gefährliche Schwermetalle sind Blei und Cadmium. Beide können in den Glasuren von farbigen Steingutkrügen oder -bechern auftreten. Werden aus den Behältnissen saure Getränke getrunken, kann es zu einer chronischen Bleivergiftung kommen. Symptome sind Appetitlosigkeit, Reizbarkeit, Müdigkeit und Magenbeschwerden. Das Schwermetall lagert sich in den Knochen ab und beeinträchtigt die Blutbildung.

2. Beispiel: Die Verschmutzung der Luft
 
Bei allen Verbrennungen fossiler Brennstoffe, zum Beispiel bei Benzin, Heizöl oder Kohle entstehen giftige Abgase. Die Graphik zeigt den Anteil der Hauptverursacher der Luftverschmutzung durch Schwefeldioxid und durch Stickoxide in Deutschland:
 

 

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                                                                                                                                                                     geschrieben von Anna und Angi, 7e