US-Diplomat zu Besuch am CJT

... ob das ständige Umziehen – Diplomaten dürfen maximal drei Jahre in einem Land bleiben, dann werden sie ins nächste geschickt –  auf die Dauer eher hinderlich sei für einen selbst und die Familie. „Für meine Kinder ist es sicherlich sehr schwer, alle paar Jahre auf eine neue Schule zu gehen in einem neuen, fremden Land, neue Freunde zu finden und, und und.  Für mich ist es jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung und spannend zugleich, auch wenn ich mir die Länder nicht selbst heraussuchen kann. Auf ein gutes folgt in der Regel ein weniger gutes und umgekehrt,“ so Mr Ibelli.
Politische Fragen vonseiten der Schülerinnen und Schüler, von denen viele gestellt wurden, wurden hingegen diplomatisch gekonnt umschifft. Wichtig war Mr. Ibelli bei seinen Antworten aber vor allem herauszustreichen, welche Bedeutung demokratische Strukturen, ja Demokratie überhaupt haben. „Demokratie ist eine Pflanze, um die man sich kümmern muss. Wenn euch etwas nicht gefällt, dann müsst ihr vorangehen, dann müsst ihr versuchen, es zu verändern.“ Und mit diesen Worten enden zwei unterhaltsame Stunden, die zumindest der Q11 das Leben und die Aufgaben eines US-Diplomaten etwas näher gebracht haben.
Matthias Kausch