Schillers Räuber? Von wegen!

"Klar von Moor hat alles, was man sich wünschen kann. Einen Vater, der ihn unterstützt, eine Freundin, die ihn liebt, ein gutes Leben in Leipzig. Dieses Leben in Leipzig lebt er jedoch etwas zu ungezügelt, verschuldet sich massiv und bittet seinen Vater um Vergebung. Der Brief wird allerdings von seinem Bruder Franz, der sich immer hinter Karl zurückgesetzt gefühlt hat, abgefangen und gefälscht. Mit dem gefälschten Brief und den darin beschriebenen Gräueltaten konfrontiert, lässt sich der Vater von Franz überreden, Karl zu verstoßen..." So nahm das Stück "Räuber" des Mittelstufentheaters des CJTs unter der Regie von Max Nix seinen Lauf. Und hätte nicht Schiller mit seinem gleichnamigen Stück Pate gestanden, Shakespeare hätte es ganz sicher, ging es doch um Liebe, Treue, Verrat, Eifersucht und dem Treffen von Entscheidungen, die das Leben in völlig neue Bahnen lenkte.

Dass dieser Mix aus menschlichen Irrungen und Wirrungen, falschen Entscheidungen und letzten Endes eine Reise zum eigenen Ich immer noch hoch aktuell ist, bewies das Publikum, das an den drei Tagen, an denen das Stück aufgeführt wurde, so zahlreich erschien, dass alle Aufführungen ausverkauft waren und die Zuschauer jeweils begeistert und hoch zufrieden nach Hause gingen. An jedem Abend war man erneut geneigt zu denken: "Schade, dass das Stück schon zu Ende ist".  So bleibt zu hoffen, dass die Bewerbung der Jungschauspieler mit diesem brilliant inszenierten Stück bei den Bayerischen Theatertagen von Erfolg gekrönt sein wird.