Politik und ihre Tücken hautnah im Planspiel Syrienkonflikt

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...Das Konfliktplanspiel wurde entworfen, um Schülerinnen und Schülern die hohe Komplexität von internationalen Konflikten anschaulich, greifbar und erfahrbar näher zu bringen. Dazu bedienten sich die Leiterin und der Leiter des Planspiels, Jugendoffiziere Marius Erbrich und Nicole Seifert, des Syrienkonflikts im Jahre 2014, in dem der IS auf dem Höhepunkt seiner Macht war, wodurch der Konflikt multidimensional wird und Einfluss und Auswirkungen internationalen Charakters aufweist. Die Schüler repräsentierten dabei unterschiedliche betroffene Regionen sowie internationale Organisationen, wie die UN und die Presse. Mit Hilfe von Rollenblättern konnten sich die Schülerinnen und Schüler in ihre jeweiligen Rollen hineinversetzen.
In unterschiedlichen Phasen sollten Sie daraufhin versuchen, eine Lösung des Konflikts herbeizuführen, entweder durch den gemeinsamen Beschluss einer Resolution im UN-Sicherheitsrat oder durch bilaterale bzw. multilaterale Verträge. Der Konflikt und die Handlungen der Schülerinnen und Schüler wurden direkt an einer Karte widergespiegelt, um die Auswirkungen der Handlungen erfahrbar zu machen. Zusätzlich wurde von den Regionen und Institutionen verlangt, sich zu Beginn vorzustellen und einen Ausblick auf ihre Positionen zu geben. Abschließend sollte dann auch ein Fazit in Form einer Rede bezüglich der Politik gezogen werden.
Das Planspiel soll den Schülerinnen und Schülern helfen, einen internationalen Konflikt besser analysieren zu können. Zudem sollen im Verlaufe des Planspiels die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie umfangreich ein solcher Konflikt ist und dass es aufgrund der Komplexität keine einfachen Lösungen gibt. Dabei fördert das Planspiel Kompetenzen wie Rhetorik, Teamwork und das Hineinversetzen auch in fremde Positionen.
Am Ende des anstrengenden Tages konnte die bis heute schwelende Krise nicht gelöst werden. Aber das Planspiel half, die Komplexität des Konflikts beispielhaft zu begreifen.
Daniel Kühne