Poetry Slam am CJT Gymnasium Lauf

...Während Pauline Füg in ihrem Prosatext die Digitalisierung in Coronazeiten ins Visier nahm und diese mit einer zugelaufenen Katze verglich, an die man sich im Laufe der Zeit gewöhnt, machte Tobias Heyel aus seinem Text zur Bundestagswahl durch starke Rhythmisierungen und entsprechende Vortragsweise eine regelrechte Sprechgesangsshow. Nicolas Schmidt schlüpfte in die Rolle seines Bühnen-Alter-Egos Herr Schmid, der als Lehrer an der Grenze seiner Belastbarkeit versucht, die Dialektik der Welt und des Seins zu erklären: Nichts ist ohne sein Gegenteil wahr.
Doch auch die Jugendlichen bewiesen eindrucksvoll, wie viele Ideen und Gedanken ihre Herzen und Köpfe bewegen: Sie schrieben allesamt beeindruckende Texte – über Corona, das Leben im Lockdown, Schule, Musik, Emotionen, Träume, Gefühle - und bedachten diejenigen, die sich trauten, ihre kreativen Werke vor Publikum zu präsentieren, mit tosendem Applaus – der „Währung des Poetry Slams“, wie Pauline Füg erklärte.
„In den letzten Monaten fehlte häufig die Gelegenheit zum Austausch, beim kreativen Texten und Schreiben könnt ihr alles rauslassen. Es gibt kein Richtig und kein Falsch, entscheidend ist, was ihr fühlt.“ - Ina Gombert von der Stadtbücherei Lauf betonte, wie wichtig die Förderung der Kreativität sei – und auch die Unterstützung der lokalen Literaturszene. Die Stadtbücherei Lauf freue sich deshalb sehr, bei diesem Projekt als Kooperationspartner dabei sein zu können. Finanzielle Förderung erhielt die Schule außerdem vom Friedrich-Bödecker-Kreis, der in allen Bundesländern Autorenbegegnungen, Lesungen und Workshops fördert.
Slammer und Lehrkräfte waren nach Abschluss des Projekts ebenso begeistert wie der Kooperationspartner und die Jugendlichen: „Ein tolles Projekt, das Lust auf die Arbeit im neuen Schuljahr macht.“ Oder wie es ein Schüler formulierte: „Saucool.“Ina Gombert, Mitarbeiterin der Stadtbücherei