To play or not to play - nun durften sie endlich wieder

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"Two Gentlemen" handelt von den Irrungen und Wirrungen, die sich um Freundschaft und Liebe entspinnen. Proteus liebt Julia, weshalb er seinen besten Freund Valentine nicht nach Mailand begleitet, der dort seinen geistigen Horizont im Auftrag seines Vaters erweitern soll. Julia wiederum, der Proteus‘ Liebe in einem Brief zugetragen wird, verneint zunächst dessen Zuneigung und will vor ihrer Magd nichts von dem Brief wissen, nur um sich gegenüber einzugestehen, dass sie Proteus Liebe erwidert. Kurz darauf beschließt jedoch auch Proteus‘ Vater, seinen Sohn ebenfalls nach Mailand zu schicken. Julia versichert sich in einer gefühlvollen Abschiedsszene der Liebe Proteus‘, sie tauschen sogar Ringe aus.
Derweil hat sich in Mailand auch Valentine verliebt. Als er Proteus Silvia vorstellt, ist dieser hin und weg von ihr und beginnt sogleich, gegen seinen besten Freund zu intrigieren, um Silvia für sich zu gewinnen. Julia und dessen Liebe verneint er vollständig. So kommt es, wie es kommen muss. Julia will ihn, als Mann verkleidet, überraschen, überrascht ihn aber nur bei seinem Werben um Silvia. Am Ende finden die Freunde Proteus und Valentine trotzdem wieder zueinander (Freundschaft ist dicker als Liebe) und Julia findet in Silvia eine neue Freundin.
Der folgende Applaus war lang andauernd und hoch verdient. Und die vier britischen Schauspielerinnen und Schauspieler zeigten ihre Souveränität nicht nur auf der Bühne während der Aufführung, sondern auch in der anschließenden Fragerunde. War doch die eine oder andere Frage eher eine sehr persönliche, z.B. ob die dargebrachte Liebe nur gespielt oder tatsächlich auch außerhalb des Stückes im Spiel sei.
Matthias Kausch und Ramon Weber-Waltert.