Opernbesuch mal anders…

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Sehr interessant waren die Besichtigung der einzelnen Räume wie Künstlerzimmer, Opernschneiderei mit Garderobenfundus sowie eine Perücken- und Maskenmacherei. Auch die Bühne auf ihr stehend zu sehen und in den Zuschauerraum, der für ca. 1200 Personen ausgerichtet ist, gegen das Scheinwerferlicht zu blicken war eine besondere Erfahrung für uns. Die Bühnentechnik, die mit den einzelnen eher schwer verschiebbaren Bühnenbildern und Szenenteilen wie z.B. einer Schänke noch konservativ funktioniert, wird durch modernste Lichtregie und Beleuchtungsschienen ergänzt. Bereichernd waren auch die Erläuterungen der Opernpädagogin Anja Sparberg wie zum Beispiel, dass die Perücken mit den rosa Stöckelschuhen auf dem Haar für die Produktion „La Cenerentola-Das Aschenputtel“ eine Anspielung auf die Aktion 2019 der roten Schuhe vor den Haustüren der durch häusliche Gewalt getöteten Frauen darstellt.
Vielleicht hat dieser Besuch des großen Hauses in unserer Nähe die/den eine/einen oder andere/anderen SchülerIn dazu angeregt, einmal wieder oder auch zum ersten Mal eine Oper zu besuchen. Das wäre jedenfalls sehr erfreulich - für euch und den Erhalt einer seit über 400 Jahren bestehenden und immer wieder modernisierten und aktualisierten kulturellen Tradition!
Caren Forster