Kampf gegen das Vergessen

... Durch die unmittelbare Nähe Hüttenbachs zu Lauf gelang es dem Referenten mühelos, einen Lebensweltbezug zu den Jugendlichen herzustellen und sie zu fesseln. Die Erlebnisse Haids, seine Schilderungen der Unterbringung in KZ und Gefängnis, seine Freundschaften zu anderen Inhaftierten und die kleinen Gesten, die ihn seinen Lebenswillen nie aufgeben ließen, machten das Unrecht der Diktatur nicht nur rational, sondern auch emotional spürbar. Der Lebensweg Haids, der geprägt war von der unvoreingenommenen Begegnung mit jüdischen Mitbürgern, Kriegsgefangenen und vermeintlichen Gegnern in seiner Zeit als Soldat der Wehrmacht, zeichnete ein Bild eines standhaften Regimegegners. Auch durch die persönliche Bekanntschaft Strekies mit Haid gelang es dem Vortragenden, die Jugendlichen in den Bann zu ziehen.
Der Pfarrer schloss seinen Vortrag mit dem Appell, aufmerksam zu bleiben und jedem Menschen mit Menschlichkeit zu begegnen. Er zeigte sich zuversichtlich, dass das den Lehrenden und Lernenden einer Schule, die sich offen gegen Rassismus und für Courage einsetzt, auch gelingen werde.
Stefanie Kurz