Herzlich willkommen, Herr Schulleiter!

... Nein, denn am 11. April 2019 …“ist schon wieder was passiert, ausnahmsweise etwas Gutes“ (zitiert frei nach Wolf Haas, Autor). Diesem Urteil schließen sich ausnahmslos alle Redner und Rednerinnen an, die auf Herrn Ditzel-Feist folgen, nur in unterschiedlichen Ausprägungen. MB Rohde garniert sein Urteil mit Ausführungen darüber, was eigentlich die Aufgabe eines Schulleiters ist und was eine Schulgemeinschaft tatsächlich erwartet, nämlich dafür zu sorgen, dass jeder das Richtige tut, dass alles zum Wohle der Schüler geschieht, dass sich aber auch Lehrer, Eltern und sogar der Sachaufwandsträger wohlfühlen müssen. Letzterer, vertreten durch den stellvertretenden Landrat Herrn Reh, weist auf die hohe Bedeutung von Bildung und Schulwesen hin und verdeutlicht dies durch die inzwischen in die Millionen gehenden Ausgaben für diesen Bereich. Der 1. Bürgermeister der Stadt Lauf schließlich wagt einen Blick nach vorne, gehe es doch bei Schule immer um Gestaltung der Zukunft, sei Schule das Labor der Zukunft. Da die jungen Menschen in ihrem Berufsleben viel Flexibilität werden aufweisen müssen, solle Schule diese Flexibilität vermitteln. Dekan Herr Alexander und Stadtpfarrer Herr Hanstein verweisen auf Sokrates und dessen drei Siebe Wahrheit, Prüfung und Notwendigkeit sowie auf das Zusammenspiel von Schüler und Meister. Für den Elternbeirat spricht Kerstin Pürner, die den Austausch an der Spitze des CJT mit dem Austausch eines Sessels vergleicht: „Wie wird er neue Stuhl? Wird er passen? Wird er bequem sein?“ Herr Donhauser wiederum vom Förderverein beginnt seine Rede mit „Never change a running team“ und bringt zugleich zum Ausdruck, wie hoch erfreut er war, als klar war, dass Herr Kraus die Nachfolge von Herrn Freiman antreten würde. Schülersprecher Tobias Gebhardt erläutert Voraussetzungen für einen guten Schulleiter, nämlich Glück, Spaß und Herz, während die Personalratsvorsitzende Karin Vogel mit einem afrikanischen Sprichwort einsteigt: „Zur Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf“, also die gesamte Schulgemeinschaft. Für einen Schulleiter bedeute dies, dass er für ein gutes Klima zwischen den Polen an einer Schule jonglieren müsse. Frau Skowronek von der OGS fasst mit einem wunderschönen Bild zusammen, was alle bisherigen Rednerinnen und Redner sowie die gesamte Schulgemeinschaft mit all ihren Beispielen und Warnungen auszudrücken versuchten: Niemand habe am CJT Angst vorm Wolf, da man schon lange darin übereinstimme, dass der Wolf in Bayern wieder angesiedelt werden solle. „Das CJT ist Wolfsland“ und dieser Aussage wäre nichts mehr hinzuzufügen, würden nicht noch zwei Redner fehlen. Herr Dr. Göske, Geschäftsführer ZWL, überrascht das CJT und mit diesem Herrn Kraus mit der Einrichtung eines zusätzlichen Klassenzimmers für die Schule via Live-Schaltungen vom ZWL ins CJT, über die z. B. Vergrößerungen einer Zecke direkt ins Klassenzimmer übertragen werden können. Herr Göske unterstreicht diese Notwendigkeit mit einem Zitat von Henry Ford: „Die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes beginnt nicht in der Fabrikhalle oder im Forschungslabor. Sie beginnt im Klassenzimmer.“ Das ZWL steht seit Jahren über Projekte in enger Verbindung mit dem CJT.
Das Schlusswort aber gebührt Herrn Kraus höchst persönlich. Nach einem großen Dank an alle Beteiligten und Anwesenden und einem kurzen Abriss über seinen beruflichen Werdegang geht er auf seine neue Aufgabe ein.  Ihm sei bewusst, dass Schulleitung ab und an ein Drahtseilakt mit respektabler Fallhöhe sei, aber er sehe die neue Verantwortung nicht als Last, sondern als eine spannende und aufregende Herausforderung, der er sich sehr gerne stelle. Und an dem großen Applaus zum Ende wird deutlich, dass die Schulgemeinde ihm dies abnimmt und v.a. auch zutraut.
Herzlich willkommen in ihrer neuen Funktion, Herr Kraus!

Ein besonderer Dank gilt allen im Verborgenen und im Sichtbaren arbeitenden Helferinnen und Helfern, der Big Band, dem Chor, dem Fränkischen Trio, der Tanzformation, dem Lehrerchor und allen musikalischen und tänzerischen Leitungen sowie Herrn Ingo Körber, der ganz im Stile eines Dieter Thomas Heck die Rednerinnen und Redner sowie die einzelnen „Acts“ ankündigte.
Matthias Kausch