Coolrider der 9. Generation am CJT

Was würdest du tun, wenn ein Kumpel neben dir im Bus etwas in den Sitz ritzt? Wie reagierst du, wenn jemand seine Füße auf einem Bahnsitz hat? Denkst du dir: „Hach, ist mir doch egal!“ oder tust du etwas dagegen? Die Coolrider wissen ganz genau, was sie tun müssen. Ihr Motto lautet „Hinschauen statt wegschauen!“ und danach richten sich die jungen Verkehrsteilnehmer auch.
Die ganze Ausbildung beginnt damit, dass der oder die Zuständige der jeweiligen Schule durch die Klassen geht und in den 9. Klassen nach Freiwilligen fragt, die sich bereit erklären dieses „Amt“ zu übernehmen. In unserem Fall war es Frau Krames, die eines Tages in den Englischunterricht platzte und uns darüber informierte, was Coolrider so machen. An unserer Schule sind wir inzwischen die 9. Generation, die sich hat ausbilden lassen. Einige haben sich also in die Liste eingetragen und wir wurden ein paar Tage danach benachrichtigt.
Beim ersten Treffen lernten wir unsere Ausbilder kennen. Sie stellten sich uns als Heinz Gerstner, Brigitte Spinnler  und Herr Zenker vor. Wir erfuhren, was die Aufgaben eines Coolriders sind und welche Regeln es gibt. Die erste und wichtigste Regel ist: „Coolrider bringen sich nie selbst in Gefahr!“  Wir werden zwar dazu ausgebildet, Regelverstöße zu klären, doch wir werden weder handgreiflich, noch provozieren wir oder lassen uns provozieren. Außerdem stehen Coolrider immer, wenn sie agieren. Das mussten wir uns oft genug anhören.
Bei den weiteren Treffen, von denen einige während der Schulzeit stattfanden, redeten wir darüber, was Gewalt eigentlich ist, wurden ins deutsche Recht eingewiesen, damit wir später die Leute über die Folgen ihres Handelns aufklären können und gingen einige Fallbeispiele durch. Angefangen von einem Mädchen, das die Scheiben anmalte, bis hin zu viel zu lauter Musik. Und nach jedem Beispiel besprachen wir, wie die Coolrider sich verhalten hatten und was man hätte besser machen können.
Viele Trainingseinheiten später versammelten wir uns alle am Vormittag zu einer abschließenden Veranstaltung. Als Gäste kamen der Landrat Herr Kroder, die Coolrider, die vor uns ausgebildet wurden, die Eltern, und natürlich unsere Ausbilder, mit denen wir wirklich viel zu lachen hatten. Zuerst hielten der Landrat, unser Direktor Herr Freimann und Andrea Leisner von der ÖPVN eine kurze Rede. Dann bekamen wir unsere Urkunden, es wurden Fotos gemacht und dann durften wir das Buffet stürmen.
Abschließend kann man sagen, dass sich die Ausbildung mehr als nur gelohnt hat. Wir hatten zwar alle eine Menge Spaß, doch hatten wir auch unsere ernsten Momente. Wir lernten selbstbewusst aufzutreten und laut und deutlich zu sprechen. Und wir lernten uns besser kennen, so dass wir uns sicher sein können, dass unser Partner in Konfliktsituationen  weiß, was wir tun und umgekehrt. Doch vor allem lernten wir, wie wir die öffentlichen Verkehrsmittel ein Stückchen sicherer machen können.
 

Tabea Spannring, Klasse 9e