Besuch in Mödlareuth

 

 

 

 

 

 

 

... Auf unserer eineinhalbstündigen Führung im Außengelände wurde uns zunächst verdeutlicht, wie das Dorf nach dem Krieg in Besatzungszonen eingeteilt und dann 1949 letztendlich in zwei unterschiedliche Staaten geteilt wurde. Dabei wurde die Grenze von einem Bretterzaun im Laufe der Jahre zu einer tödlichen Grenzfalle mit Wachtürmen, Splitterminen und einer 3.30 m hohen Mauer umfunktioniert, um mögliche Fluchten um jeden Preis zu verhindern.
Obwohl selbst jemanden über die Grenze zuzuwinken unter Geldstrafe gestellt war, lockte die Grenze auf westlicher Seite jährlich tausende Besucher an. Das Passieren der Grenze war mit sehr hohem Aufwand verbunden, auch triftige Gründe wie dringender Familienbesuch im anderen Teil des Dorfes wurden nur selten zu gelassen.
Unser Ausflug wurde mit einem kleinen Film im Inneren des Deutsch- Deutschen Museums beschlossen, in dem uns noch einmal das schwere Schicksal der Dorfgemeinschaft anhand eindrücklicher Bilder vor Augen geführt wurde. Alles in allem ist uns allen klar geworden, dass eine Mauer zwar äußerlich trennen kann, aber im Inneren nichts, was eigentlich zusammengehört.
Senta Ziegler; Klasse 9pc